Dienstag, 24. August 2010

Angst

Irgendwie war ich so zuversichtig bei der ersten ICSI. Ich dachte, das klappt schon, schließlich war ich schon einmal schwanger. Ich fürchtete nur, dass ich vielleicht wieder eine frühe Fehlgeburt haben würde und es dann erst wieder beim zweiten Versuch klappt. Das hatte ich ja schon. Deshalb wollte ich auch die 2. ICSI so schnell wie möglich anschließend machen, weil ich dachte, das es dann sofort klappt.

Mit einem Supergau, dass sich nicht eine einzige Eizelle befruchten lassen würde, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Und jetzt bin ich völlig von der Rolle. Ich meine ich habe wirklich Angst vor dem 3. Versuch. Ich möchte, dass wir möglichst optimal vorbereitet sind und unser Körper mit allen nötigen Nährstoffen versorgt ist. Die muss man mindestens 3 Monate vor Punktion regelmäßig genommen haben (mein Schatz Orthomol fertil plus und ich Magnesium, Zink, Calcium, Folsäure, das Schilddrüsenhormon, Omega3-Fettsäuren und ich werde Nestreinigungstee und Kindlein-Komm-Tee trinken wie eine Kräuterhexe).

Aber die Vorbereitung braucht eben etwas Zeit. Jetzt ist es aber so, dass mein AMH-Wert (Anti-Müller-Hormon) unterirdisch ist und mein FSH einmal erhöht war, also über 20. Ich bin also schon in den beginnenden Wechseljahren.

Jetzt habe ich furchtbare Angst, dass ein paar Monate Pause dazu führen, dass meine Eierstöcke ihre Funktion ganz einstellen und sich dann gar nicht mehr stimulieren lassen. Dann wäre es wirklich das Ende. Finito, aus, vorbei!

Ich werde schnellstmöglich einen Termin bei meinem Frauenarzt ausmachen, damit er mir entweder nochmal die Pille verschreibt, weil das angeblich den FSH-Wert senkt. Oder vielleicht sollten wir doch schon im Herbst mit dem 3. Versuch anfangen, bevor alles zu spät ist.

3 x mitgedacht:

Herr MiM hat gesagt…

Ohne dass dies bitte hämisch aufgefasst wird, wenn ich das hier so lese, bekomme ich Angst, was mir noch blüht bzgl. den Kinderwünschen der Frau an meiner Seite.

Sandra denkt hat gesagt…

Nur bei 17% der deutschen Paaren klappt es nicht innerhalb des ersten Jahres. Und die Paletten der Ursachen bei diesen 17% sind äußerst unterschiedlich. So eine schlechte Prognose wie wir haben ist eher selten.

Aber es sind auch nicht alle Männer bereit, diesen Weg zu gehen.

Herr MiM hat gesagt…

Okay... nur bei 17%... dann ist die Wahrscheinlichkeit ja relativ hoch, dass ich doch nicht um das Thema rum komme.

Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass Dein Wunsch in Erfüllung geht.